Nervende arp-Meldungen

FreeBSD Seit einiger Zeit nervten mich auf etlichen Servern, die ich bei Hetzner betreue, Meldungen wie:

arplookup 88.XXX.XXX.XXX failed: host is not on local network

Diese tauchten jeden Tag in den Statuslogs der Server auf und machten das morgendliche E-Mail-Lesen zur Qual.

Nun habe ich endlich einmal die Zeit gefunden, diesen Meldungen auf den Grund zu gehen. Google liefert etliche Tips, doch einfach den Kernel zu patchen und die Meldungen auf diese Weise loszuwerden – nicht mein Stil, die Meldungen haben ja eigentlich einen Sinn. Also bin ich irgendwann auf folgende Lösung gestoßen.

Man trägt eine statische Route in /etc/rc.conf ein, die die IP-Adresse auf das entsprechende Interface zuweist:

static_routes="gw"
route_gw="-host 88.XXX.XXX.XXX -interface re0"

Ein Aufruf von netstat liefert dann das den neuen Eintrag

Internet:
Destination Gateway Flags Refs Use Netif Expire
...
88.XXX.XXX.XXX 00:02:85:XX:XX:XX UHLS 1 0 re0
...

Leider mit der MAC-Adresse der lokalen Netzwerkkarte – was zwar die arplookup-Meldungen verschwinden lässt, dafür aber eine neue ständige Fehlermeldung hervorruft, die mindestens genauso nervt.

arp: 00:02:86:XX:XX:XX attempts to modify permanent entry for 88.XXX.XXX.XXX on re0

Doch diese Meldung kann mit dem Tool arp abgefschafft werden.

Diese trägt man in die ARP-Tabelle ein. Ich habe das, um es gleich statisch zu haben, in die Datei /etc/arptab geschrieben. Man schreibt einfach die IP-Adresse gefolgt von der korrekten MAC-Adresse:

88.XXX.XXX.XXX 00:02:86:XX:XX:XX

Jetzt muss das ganze noch aktiviert werden. Das geschieht mit dem Befehl:

/usr/sbin/arp -f /etc/arptab

Diesen Befehl kann man einfach in die Datei /etc/rc.local schreiben um die Änderung der ARP-Tabelle bei jedem Neustart verfügbar zu machen.

FreeBSD: SNMP im Jail

FreeBSD Nachdem ich eine ganze Weile versucht habe, den Net-SNMP unter FreeBSD in einem Jail zu betreiben, war die Lösung doch recht einfach. Im Jail kann auf /dev/mem nicht zugegriffen werden, also deaktiviert man die entsprechenden Module mit einem Eintrag in /etc/make.conf:

.if ${.CURDIR:M/basejail/usr/ports/net-mgmt/net-snmp}
CONFIGURE_ARGS=--with-out-mib-modules="host" --without-kmem-usage
.endif

MediaWiki-Ports für 1.3.x und 1.4.x laufen aus

MediaWiki Mit dem Erscheinen des 1.7-Zweiges von MediaWiki stellt die MediaWiki Foundation die Unterstützung des 1.4er-Zweiges ein. Der 1.3er-Zweig wurde schon länger nicht mehr gepflegt, so daß ich die Ports für diese beiden Zweige ebenfalls nicht mehr unterstützen werde. Sie laufen am 1. September (MediaWiki 1.3.x) und am 1. Oktober (MediaWiki 1.4.x) 2006 aus.

Als Alternative solle der aktuelle 1.7er-Zweig verwendet werden oder für PHP 4.x Installationen der 1.6er-Zweig.

Links:
MediaWiki Projektseite
PR: Deprecated Port: www/mediawiki13
PR: Deprecated Port: www/mediawiki14

MediaWiki 1.7.1 und 1.6.8

MediaWiki Nachdem am 7.7. die Version 1.7.0 des MediaWiki veröffentlicht wurde, kam am folgenden Tag mit der Version 1.7.1 gleich ein Bug Fix Release – das mit der Version 1.6.8 auch für den 1.6-Zweig verfügbar ist.

Ein neuer Zweig bedeutet Arbeit mit meinem FreeBSD-Port – die Versionen des 1.6-Zweiges sind ab sofort unter www/mediawiki16 verfügbar, während die aus dem 1.7-Zweig wie üblich über www/mediawiki installiert werden können.
Da sich einiges geändert hat, empfiehlt es sich für die Updatewilligen die Seite Upgrading to 1.7 zu lesen.

Die PostgreSQL-Unterstützung ist anscheinend noch nicht wieder zurückgekehrt, weshalb ich die entsprechenden Optionen vollständig aus dem Port entfernt habe. MediaWiki 1.7 bietet auch keine Unterstützung mehr für PHP 4 und MySQL 3.23 – ein Entscheidung die konsequent und nur zu begrüßen ist.

Links:
MediaWiki Projektseite
Release Notes zur Version 1.7
PR: Repocopy and Update: MediaWiki 1.6.8
PR: Update: MediaWiki 1.7.1

Zusätzliche Schriften unter X11

Wer ein paar Schriftarten für X11 installieren will, aber keine root-Rechte auf einem System hat, kann sich wie folgt behelfen.

Im Home-Verzeichnis legt man das Verzeichnis .fonts an und kopiert die Schriftarten dorthin. Anschließend läßt man ein fc-cache laufen, um die Meta-Informationen der Schriftarten zu generieren.

Zu guter Letzt muß man den neuen Schriftartenpfad noch dem X11-Server bekanntmachen. Das geschieht auf diese Weise:

Mit xset fp+ ~/.fonts macht man das Verzeichnis als Font Path bekannt und mit einem anschließenden Aufruf von xset fp rehash sagt man dem X11-Server er soll seine Informationen über Verzeichnisse, in denen Schriftarten installiert sind, aktualisieren.

Manche Programme, wie der Acrobat Reader müssen danach aber neu gestartet werden, um die neuen Schriftarten nutzen zu können. Die Prozedur klappt auf jeden Fall unter SuSE Linux und FreeBSD, und sollte auch unter allen anderen Systemen mit X11 funktionieren.