Apple SuperDrive am USB-Hub mit El Capitan

Vor einiger Zeit schrieb ich in diesem Blogartikel, wie man ein SuperDrive von Apple an einem USB-Hub anschließen kann.

Der Trick funktioniert mit OS X El Capitan aber nicht mehr, weil dieses einen System Integrity Protection-Modus benutzt.
In diesem Modus werden Änderungen von Systemdateien unterbunden.

Es gibt aber auch hier einen Workaround, der den Anschluss am USB-Hub weiterhin möglich macht.

Dazu sind folgende Schritte notwendig:

  • Zunächst muss man den Mac ausschalten
  • Dann cmd+R gedrückt halten und den Mac einschalten
  • Die Tasten muss man so lange gedrückt halten, bis der Apfel zu sehen ist
  • Der Mac bootet nun in das Rettungssystem
  • Hier schaltet man die System Integrity Protection im Terminal ab: csrutil disable
  • Nun den Rechner neu starten und in das normale System booten
  • Am Terminal kann man nun die Boot-Optionen setzen: sudo nvram boot-args="mbasd=1"
  • Danach muss man den Rechner noch einmal neu starten, damit die Änderung wirksam wird
  • Optional: nach der Änderung kann man System Integrity Protection aus dem Rettungssystem heraus wieder einschalten: csrutil enable
  • Optional: den Status der System Integrity Protection kann man wie folgt prüfen: csrutil status

Referenz: OS X 10.11 – Rootless-Feature deaktivieren

Walter Isaacson: Steve Jobs

Walter Isaacson: Steve Jobs
Walter Isaacson: Steve Jobs

An Steve Jobs spalten sich die Gemüter. Wenn ich mit Leuten über ihn oder über Apple spreche, habe ich immer den Eindruck, man kann ihn nur als gottgleich verehren oder abgrundtief hassen.

Mir selbst liegen Extreme ja nicht so. Da ich aber festgestellt habe, dass ich seit ich Apple-Hardware nutze, keine andere mehr haben will, dachte ich mir, es ist an der Zeit, mich mal mit dem Mann, der Apple groß machte, zu beschäftigen.

Walter Isaacsons Biografie ist definitiv kein Heldenepos, das eine ideale Unternehmerpersönlichkeit beschreibt. Er beleuchtet sehr dunkle Seiten von Steve Jobs, die sicherlich einen großen Teil der Faszination ausmachen. Jobs Lebensweg, von Atari zu Apple über Next und Pixar zurück zu Apple, die Höhen und Tiefen, seine Stärken –  das Reality Distortion Field ist eine Legende – und seine Schwächen, seien es die ungewöhnlichen Ernährungsgewohnheiten, der Verzicht auf Dusche und Deo oder seine provozierende Art, Feedback zu geben, werden sehr klar beschrieben. Isaacson schreibt schonungslos offen über Jobs, er schreibt, dass dieser das so wollte. Nun, nach der Lektüre kann man durchaus zu dem Schluss kommen, dass Steve Jobs ausreichend viel Selbstreflexion besaß, um diesen Wunsch zu äußern.

Anders beim Umgang mit sich selbst, insbesondere seiner Krankheit. Hier verhielt sich Steve Jobs wie ein Idiot. Das schreibt Isaacson zwar nicht explizit, aber es steht dennoch deutlich im Buch geschrieben.

Für mich war es krass, im Jahr 2015 zurück zu blicken, auf die letzten 15 Jahre und zu erkennen, wie stark Steve Jobs – sowohl bei Apple als auch bei Pixar – diese Welt verändert hat. Man muss ihn nicht mögen, aber ohne ihn wäre die Welt um einige wunderbare Dinge ärmer.

Am Ende steht Steve Jobs sicher nicht als Held da. Aber als Mensch, mit außergewöhnlichen Fähigkeiten, der das Glück und die Chance hatte, diese nutzen zu können. Als Vorbild taugt er nicht, aber das ist ihm wohl auch ganz recht.

Fazit: Muss man gelesen haben. Das Buch erhält 5 Sterne, nicht für Jobs Leben, sondern für Isaacsons Arbeit und hervorragenden Schreibstil.

Apple SuperDrive am USB-Hub

Apple empfiehlt das SuperDrive nur an USB-Ports direkt am Mac zu betreiben.
Nun stellt selbst das MacBook Pro leider nur zwei USB-Ports zur Verfügung, was das Ganze ziemlich lästig macht.

Hängt man das Laufwerk an einen USB-Hub, erhält man die lapidare Meldung, dass dieses Gerät mehr Strom benötigt. Dabei gibt es durchaus USB-Hubs, die genügend Strom für das SuperDrive bereitstellen.

Damit OS X das SuperDrive an so einem USB-Hub akzeptiert, muss man den Kernel wie folgt motivieren.

Als root muss man die Boot-Parameter editieren:

vi /Library/Preferences/SystemConfiguration/com.apple.Boot.plist

In der Datei ergänz man dann mbasd=1, so dass sie folgendermaßen ausschaut:

<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<!DOCTYPE plist PUBLIC "-//Apple//DTD PLIST 1.0//EN" "http://www.apple.com/DTDs/PropertyList-1.0.dtd">
<plist version="1.0">
<dict>
        <key>Kernel Flags</key>
        <string>mbasd=1</string>
</dict>
</plist>

Jetzt noch ein Neustart, und das SuperDrive läuft am USB-Hub.

Achtung: Wenn der USB-Hub tatsächlich zu wenig Strom zur Verfügung stellt, kann es zu Datenfehlern kommen. Ein USB-Hub, der auf zwei Power-Ports ausreichend Strom liefert, ist der DUB-H7 von D-Link.

Referenz: How to Run a SuperDrive on a Targus Hub