Bertrand Meyer: Agile! The Good, the Hype and the Ugly

Bertrand Meyer: Agile! The Good, the Hype and the Ugly
Bertrand Meyer: Agile! The Good, the Hype and the Ugly

Das erste Buch, dass sich objektiv und neutral mit Agilität auseinandersetzt, ist mir natürlich eine ebenso objektive und neutrale Rezension wert – und ich werde sie inkrementell verfassen.

Nachdem ich in einem Kommentar zu einem infoQ-Artikel geschrieben habe, dass ich eine Rezension verfassen würde, bin ich gerade dabei das Buch zu lesen.

Eigentlich habe ich Bertrand Meyer immer geschätzt, seine Bücher über Objektorientierte Softwareentwicklung haben mich im Studium begleitet. Er gehörte zu den Großen.

Jetzt habe ich das erste Kapitel gelesen und muss feststellen: Meyer demontiert sich in unerhörtem Ausmaß selbst. Nicht nur, dass schon in der Einleitung deutlich wird, dass er die Grundlagen agiler Methoden nicht verstanden hat, er definiert vielmehr in einer Auflistung diverser Praktiken aus dem agilen Umfeld alles als „gut“, das seiner Meinung nach nicht aus der agilen Community entstammt und alles als „schlecht“, das seiner Meinung eben aus dieser Community kommt.

Dabei interessiert ihn nicht, ob die betreffende Praktik sich irgendwo bewährt hat (User Story) oder tatsächlich von Agilisten zuerst beschrieben wurde (Continuous Integration). Ersteres ist schlecht, weil das eben so ist, letzteres ist nicht neu, weil es gut ist und es damit nicht agile sein kann.

Ich bin jetzt erst mit dem ersten Kapitel durch und über alle Maßen enttäuscht. Ich lese in diesem Buch vor allem Frust, aber wenig Sachlichkeit.

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