Zusätzliche Schriften unter X11

Wer ein paar Schriftarten für X11 installieren will, aber keine root-Rechte auf einem System hat, kann sich wie folgt behelfen.

Im Home-Verzeichnis legt man das Verzeichnis .fonts an und kopiert die Schriftarten dorthin. Anschließend läßt man ein fc-cache laufen, um die Meta-Informationen der Schriftarten zu generieren.

Zu guter Letzt muß man den neuen Schriftartenpfad noch dem X11-Server bekanntmachen. Das geschieht auf diese Weise:

Mit xset fp+ ~/.fonts macht man das Verzeichnis als Font Path bekannt und mit einem anschließenden Aufruf von xset fp rehash sagt man dem X11-Server er soll seine Informationen über Verzeichnisse, in denen Schriftarten installiert sind, aktualisieren.

Manche Programme, wie der Acrobat Reader müssen danach aber neu gestartet werden, um die neuen Schriftarten nutzen zu können. Die Prozedur klappt auf jeden Fall unter SuSE Linux und FreeBSD, und sollte auch unter allen anderen Systemen mit X11 funktionieren.

Server down… up… down… up…

Normalerweise lese ich beim Frühstück immer meine E-Mails. Das musste heute ausfallen, ebenso wie das Frühstück an sich. Der Grund: Mein Server bei Hetzner war nicht mehr erreichbar!

Nun habe ich den ja zum 30.06. gekündigt, weil ich ihn nicht mehr brauche, allerdings wollte ich an diesem Wochenende die Daten archivieren. Die Nicht-Erreichbarkeit ließ mich schlimmstes befürchten: Man hat den Server eine Woche zu früh abgeschalten und die Platten formatiert!

Nun, ich hab gemailt und telefoniert und kam schließlich im Rechenzentrum 3 bei Hetzner raus, wo man mir sehr unkompliziert geholfen hat. Die Diagnose: mein Server bootet und bootet und bootet… immer wieder, ohne Unterlaß. Der Techniker meinte, daß er keine Erfahrung mit FreeBSD hat und konnte die Ursache nicht erkennen. Also hat er mir einen Lara angeschlossen und die Zugangsdaten gemailt.

Sowas hatte ich noch nicht erlebt. Mein FreeBSD bootete und brach sofort mit Kernelfehlern ab, um sofort wieder zu booten. Das konnte nicht am BSD liegen, der Fehler hätte eher auftreten müssen, also aktivierte ich das Rettungssystem von Hetzner, das über TFTP auf allen Maschinen bereitsteht und habe mal den Memtest86 angeworfen.

Speicherfehler
Speicherfehler beim Hetzner-Server

Heureka, so viele Fehler hatte ich noch nie bei einem Speichermodul. Habe auch gleich einen schicken Schnappschuß gemacht.

Nachdem ich dem Techniker Bescheid gesagt hatte, daß es sich um ein Speicherproblem handelt, hat er den RAM innerhalb von einer halben Stunde getauscht. Seitdem läuft der Server wieder. Das nenne ich Service! Ich werde den Techniker für eine Beförderung vorschlagen 🙂

Und frühstücken konnte ich dann auch noch…

Uwe Vigenschow: Objektorientiertes Testen und Testautomatisierung in der Praxis

Uwe Vigenschow: Objektorientiertes Testen und Testautomatisierung in der Praxis
Uwe Vigenschow: Objektorientiertes Testen und Testautomatisierung in der Praxis

Uwe Vigenschows Buch über Softwaretests und deren Automatisierung ist eines der besten, das ich bisher zu diesem Thema gelesen habe – wenn nicht sogar das beste schlechthin.

Das Buch ist in vier Teile gegliedert, wobei der erste eine angenehm kurze Einführung in die Thematik darstellt und wesentliche Gründe für Softwaretests aufzählt. Danach geht’s gleich ans Eingemachte, im zweiten Teil „Verfahren des Softwaretests“ werden Lösungen für technische (Compiler-Warnungen, Typprüfung, Debugging), analytische (Testdaten und Testfälle ableiten) und methodische (Code-Reviews, Finden guter Testdaten, Überdeckungen) Probleme gezeigt. Daran schließen sich noch zwei Kapitel über das Testen objektorientierter Software (speziell die Probleme mit Vererbung und Assoziationen) und organisatorische Abläufe beim Testen (TDD, Refactoring) an.

Der dritte Teil widmet sich der praktischen Umsetzung, insbesondere der Automatisierung von Tests mit verschiedenen xUnit-Frameworks.

Im vierten und letzten Teil geht der Autor auf die Besonderheiten von Echtzeit- und eingebetteten Systemen ein (dieses Kapitel habe ich nicht gelesen) und die Einführung von Testprofilen als Element der UML 2.

Anhänge mit Beispielimplementierungen in verschiedenen xUnit-Frameworks und einer Übersicht objektorientierter Testmuster runden das Buch ab.

Mein Fazit: Selten lesen sich Fachbücher so angenehm, insbesondere bei der trockenen Thematik des Softwaretestens. Das Buch bringt zwar wenig zur Theorie – der ganze Gegensatz zum Perry – aber genau das macht es für jemanden, der praktisch mit Softwaretests arbeiten will zu einer schnellen Einführung und einem guten Rategeber.

Website zum Buch

CenterICQ mit UTF-8

Als Instant Messenger benutze ich seit einer kleinen Ewigkeit CenterICQ. Das funktionierte auch bisher ganz prima. Nun bin ich aber von FreeBSD 6 zurück zu SuSE Linux 10 gewechselt, weil ich den VMware Player benötige, der ja unter FreeBSD bekanntermaßen nicht läuft.

Leider klappt das mit CenterICQ und der UTF-8 im KDE-Terminal nicht ganz so, wie’s gedacht ist. In den unendlichen Weiten des Internet habe ich dann eine Lösung gefunden.

Statt des normalen Aufruf nutzt man das luit von X.org:

LANG=de_DE luit centericq

Normalerweise gibt man ja die Sprache anders an, z.B. LANG=de_DE.UTF-8. Das funktioniert aber in diesem Fall nicht!

Auf jeden Fall habe ich gleich mal die CenterICQ.desktop-Datei für die KDE-Konsole hochgeladen. Einfach nach ~/.kde/share/apps/konsole/ kopieren.