Fragen über Fragen: Test-Werkzeuge in agilen Projekten

Warum testet man Software?
Man will Sicherheit gewinnen, dass die Funktionalitäten, die man realisieren möchte, korrekt umgesetzt sind.

Warum fühlt sich Test Driven Development so gut an?
Es erlaubt, in extrem kurzen Zeitabständen Feedback über die geleistete Arbeit zu erhalten.

Das können, so glaube ich, alle unterschreiben, die in agilen Projekten unterwegs sind.

Für kaum eine andere Tätigkeit im Bereich der Software-Entwicklung interessieren sich die Management-Etagen so sehr wie für das Testen. Ich frage mich schon lange, warum das so ist. Vielleicht liegt es daran, dass „grüne“ Tests Sicherheit vermitteln. Ebenso wie eine hohe Anzahl von Tests. In jedem Fall kann es nicht daran liegen, dass durch Tests der Business Value gesteigert wird.
Es kann hunderte grüner Testfälle geben, ohne das ein Projekt deshalb erfolgreich ist. Erfolgreich ist ein Projekt aber nur, wenn die Software läuft. Und Software bekommt man am besten – und am schnellsten – zum Laufen, in dem man schnelles, nachvollziehbares Feedback erhält. Wie beim Test Driven Development.

Warum also werden viele Testwerkzeuge danach ausgewählt, dass sich wunderbare Reports erstellen lassen, Test-Templates und Test-Prozesse abgebildet werden, das Test-Management der Test-Designs für die Test-Spezifikationen, die während der Test-Analyse enstehen und innerhalb der Test-Ausführung nach der Test-Automatisierung die Grundlage für Testfälle bilden?
Warum schaut man nicht einfach, wie man schnelles Feedback ohne lange Deployment-Zyklen realisieren kann.
Warum macht man sich in diesem, für den Erfolg so entscheidenden Bereich, von proprietären Tools abhängig, die nur einen Bruchteil dessen leisten, was benötigt wird?
Warum setzt man nicht ausschließlich auf Werkzeuge, die einem Entwickler in weniger als 3 Minuten Feedback geben ohne einen gigantischen Testprozess starten zu müssen?
Warum setzt man im 21. Jahrhundert, einer Zeit, in der Kommunikation zwischen Individuen hoch geschätzt wird und als wertvoll erkannt ist, auf Werkzeuge, die Tester in Teams ausgrenzen und eher am Testen hindern?

Im Agilen Manifest steht als erster Grundsatz: „Individuals and interactions over processes and tools“.
Warum ist es so schwer, diesem Grundsatz bei der Auswahl von Test-Tools zu folgen?

Das alles interessiert mich wirklich sehr.

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