Nokia E90 mit udev

openSUSE Das E90 von Nokia und vermutlich etliche andere Handys, die per USB angeschlossen werden können, verleiten etliche Leute zu ziemlicher Akrobatik, was chmod unter /dev angeht. Störend ist das vor allem, wenn man mit opensync oder ähnlichen Tools zugreifen will.

Es gibt aber auch eine sehr schöne, saubere, geradzu elegante Lösung.
Man überlädt die udev-Regeln, die von openSUSE mitgebracht werden.

Für openSUSE 11.1 funktioniert das wie folgt:

Normalerweise werden die Gerätedateien unterhalb von /dev/bus/usb nach einer Regel angelegt, die in der Datei /lib/udev/rules.d/50-udev-default.rules steht. (Bei openSUSE 11.0 lag die Datei noch unter /etc/udev).
Die Regel lautet:

# libusb device nodes
SUBSYSTEM=="usb", ENV{DEVTYPE}=="usb_device", NAME="bus/usb/$env{BUSNUM}/$env{DEVNUM}", MODE="0644"

Diese Regel bewirkt, dass die Gerätedatei unterhalb von /dev/bus/usb mit dem Modus 644 angelegt wird. Außerdem gehört sie standardmäßig root:root.

Da die Datei bei einem Update wieder überschrieben würde, muss eine neue Datei anlegt werden, die /etc/udev/rules.d/99-local.rules heißen soll. 99 damit sie nach den Default-Regeln gelesen wird.
In diese Datei wird folgende Regel geschrieben:

# libusb device nodes
SUBSYSTEM=="usb", ENV{DEVTYPE}=="usb_device", NAME="bus/usb/$env{BUSNUM}/$env{DEVNUM}", MODE="0664"

Damit gehören die Gerätedateien in Zukunft der Gruppe uucp und alle Mitglieder der Gruppe können auf die Dateien schreiben.

Um in diese Gruppe zu gelangen, muss in der Datei /etc/group der Nutzeraccount bei der Gruppe root ergänzt werden: root:x:1:gustav

Das war’s schon. Funktioniert prima.

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